Projektbeschreibung

Im Auftrag der Magistratsabteilung 18 wurde von 2002 bis 2010 eine Erhebung und Auswertung des Radverkehrsaufkommens und -verhaltens in Wien durchgeführt. Dabei wurden vor allem der jahres- und tageszeitliche Verlauf des Radverkehrs und dessen Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren (z.B. Wetter) analysiert.

Im Juni 2002 und 2005 wurde der Radverkehr zusätzlich in Form von punktuellen Kurzzeitzählungen erhoben. Solche Erhebungen werden seit 1983 durchgeführt und dienen als Beobachtung der Radverkehrsentwicklung sowie der Analyse der Charakteristik des Werktags und Wochenendradverkehrs. Seit 2006 finden diese händischen Zählungen jährlich statt.

Der Radverkehr wird seit Juni 2002 an ausgewählten Stellen auch mittels automatischen Dauerzählungen erhoben. Damit kann die tages- und jahreszeitliche Charakteristik des Radverkehrs analysiert werden. Einen Überblick über die Erhebungen finden sie hier.

Projektdetails

Dauerzählung des Radverkehrs - Funktionsweise

Der Radverkehr in Wien wird an ausgewählten Stellen auch mitttels Dauerzählung erhoben. Dazu wurden im Jahr 2002 vier Örtlichkeiten ausgewählt, die im Hauptradverkehrsnetz liegen und eine Überschneidung der Funktionen Ausbildungsverkehr, Berufsverkehr und Freizeitverkehr aufweisen:

Dauerzählstellen (in Betrieb seit Anfang Juni 2002)Foto
4., Argentinierstraße gegenüber dem Funkhaus Image
1., Opernring bei der Operngasse (seit Oktober 2003) Image
15., Neubaugürtel beim WestbahnhofImage
2., Lassallestraße kurz vor der ReichsbrückeImage

Die Zählstellen wurden im Juli 2003 um vier neue Standorte erweitert. Diese liegen in peripheren Bereichen und geben ein Bild vom Radverkehr abseits des dichtbebauten Zentrumbereichs:

Dauerzählstellen (in Betrieb seit Anfang Juli 2003)Foto
13., Wientalradweg bei der KennedybrückeImage
23., Liesingbachradweg bei AlterlaaImage
22., Langobardenstraße bei Donauspital (SMZ Ost)Image
19., Donaukanalradweg bei der Schnellbahnbrücke S45 Image

Die bis zum Jahr 2010 verwendeten Dauerzählgeräte arbeiten mit Radartechnologie und messen aus einer Höhe von 3 Metern eine Breite bis zu 2,5 Meter. Erfasst werden dabei alle sich bewegenden Objekte, wobei sowohl eine Mindestgröße als auch eine Mindestgeschwindigkeit des erfassten Objekts festgelegt werden. Dadurch können Fußgänger, Skater etc. von der Messung weitestgehend ausgeschlossen werden.

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Die Dauerzählgeräte erfassen kontinuierlich alle Radfahrer, unterschieden nach Richtung, Datum und Uhrzeit. Damit können für den Radverkehr längerzeitliche Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresganglinien erstellt und die zeitliche Charakteristik des Radverkehrs analysiert werden. Im Frühjahr 2009 wurde die Zählstelle Neubaugürtel/Westbahnhof verlegt und mit einem neuen Zählgerät mit Induktionsschleifen ausgestattet. Mittlerweile sind alle Zählstellen auf dieses neue System umgerüstet.

Hochrechnungsmodell

In weiterer Folge wurde mit Hilfe der gewonnenen Daten ein Hochrechnungsmodell entwickelt. Damit wird von Kurzzeitzählungen im Radverkehr auf den entsprechenden Wochen-, Monats- oder Jahresverkehr geschlossen. Aktuelle Radfahrerzählungen sowie die Hochrechnung auf Jahreswerte sind unter Hochrechnungsmodell der Stadt Wien abrufbar.

Die Ergebnisse der Dauerzählstellen sind grafisch aufbereitet worden. Da das Projekt vor der Umstellung der Corporate Identity durchgeführt wurde sind die anschließenden Ergebnisseiten noch im alten Design. Die Ergebnisse sind unter folgendem Link zu finden: Ergebnisse der Dauerzählstellen

Die Ergebnisse der Dauerzählstellen sind grafisch aufbereitet worden. Da das Projekt vor der Umstellung der Corporate Identity durchgeführt wurde sind die anschließenden Ergebnisseiten noch im alten Design. Die Ergebnisse sind unter folgendem Link zu finden: Ergebnisse der Dauerzählstellen
Die Stadt Wien hat die Ergebnisse der Radverkehrszählung ebenfalls aufbereitet und bildlich dargestellt. Sie werden im nachfolgenden Link auf die Seite der Stadt Wien umgeleitet: Radverkehrszählung - Stadt Wien
Auch die generelle Radverkehrsplanung wurde von der Stadt Wien aufbereitet. Die Informationen sind im nachstehenden Link verfasst: Generelle Radverkehrs- und -wegeplanung