Projektbeschreibung

Das Projekt NEMO-PHONE erforschte neuartige Modelle zur Mobilitätserhebung anhand von Smartphones. Hauptziel war die Gewinnung neuer Kenntnisse darüber, wie man diese Geräte in Zukunft sinnvoll einsetzen kann und wo die Vor- und Nachteile liegen. Das Projektteam widmete sich folgenden Forschungsfragen: Mit welchen Methoden kann man zuverlässig die zurückgelegten Wege und genutzten Verkehrsmittel detektieren, auch wenn kein GPS-Empfang vorliegt? Wie kann man die Technologie in zukünftige Mobilitätserhebungen sinnvoll integrieren und wie bringe ich Smartphone-User dazu, die Anwendung zu installieren?

Die erste Phase umfasste eine detaillierte Anforderungsanalyse. Es wurden spezifische Anforderungen formuliert, die im Rahmen des Projekts an die zu entwickelnde Erhebungsmethode mit Smartphones gestellt werden. Dabei wurden verstärkt die Teams der Projekte KOMOD, MODE, MOTION-FF und SmartMO in die Anforderungsphase eingebunden und Abstimmungs-Workshops veranstaltet.

Die zweite Projektphase widmete sich der Untersuchung von mathematischen Modellen zur Erkennung von zurückgelegten Wegen und benutzten Verkehrsmitteln anhand von Sensordaten aus Smartphones. Dies erforderte eine Sammlung von Probedaten (ground truth zur Kalibrierung von Modellen.

Eine Evaluierung der entwickelten Methode erfolgte in der dritten Phase. Im Rahmen von Feldtests wurden die Modelle unter realen Bedingungen auf vorgegebenen Routen im Großraum Wien validiert. Ebenso wurde der Einsatz von digitalen Karten untersucht, indem Map-Matching-Methoden auf die erhobenen Daten angewandt wurden.

Die letzte inhaltliche Projektphase diente zur qualitativen Beurteilung der Ergebnisse sowie zur Definition von Anforderungen an zukünftige Entwicklungen. Dazu wurden interne Workshops abgehalten sowie externen Experten interviewt.

Das Projekt wurde im Zuge der Ausschreibung Iv2splus/ways2Go durchgeführt.

 

Bildmaterial

Client-Server-Architektur in NEMO-PHONE

 

Projektdetails

Fördergeber: FFG
Partner: AIT, Brimatech, Prisma, Wolf
Projektleitung: DI Gunter Stocker
Projektbearbeitung: DI (FH) Gernot Lenz, DI Herbert Schachenhofer
Projektlaufzeit: Jänner 2011 - Juni 2012

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