Projektbeschreibung

Im Rahmen des EU-Infrastrukturförderprogramms „Connecting Europe Facility“ (CEF) wurde ein Förderantrag für den Ausbau von Lkw-Stellplätzen und die Errichtung von Stellplatzinformationssystemen am ASFINAG-Netz bei der Europäischen Kommission gestellt. Da hierunter auch bauliche Aktivitäten fielen, war mit dem Antrag eine quantitative Darstellung der sozioökonomischen Auswirkungen der Maßnahmen in Form einer Nutzen-Kosten-Analyse (NKA) beizubringen.

Auf Grund der hohen festgestellten Auslastung bzw. Überlastung der Parkplätze im Autobahnnetz muss angenommen werden, dass eine bestimmte Anzahl an Lkw-Lenkern die Autobahn verlässt und einen Stellplatz im untergeordneten Netz sucht. Dies verursacht Umwegfahrten und einen zeitlichen Mehraufwand für Fahrer und Fahrzeug. Der NKA wird daher zugrunde gelegt, dass alle neu zu errichtenden Stellplätze belegt sein werden. Für diese Anzahl an Lkw wird daher der Mehraufwand für die Parkplatzsuche abseits der Autobahn vermieden. Dementsprechend verringern sich die Fahrleistungen, Fahrzeugeinsatzzeiten und die entsprechenden Kosten sowie das verbunden Unfallrisiko und die Schadstoffemissionen.

Die Lkw-Lenker auf der Autobahn sind in der Regel nur sehr wenig über freie Lkw-Stellplätze informiert. Daher kann es vorkommen, dass ein Lkw-Lenker einen Parkplatz auf der Autobahn anfährt, dort aber keinen freien Stellplatz findet. Bei starker Überbelegung muss der Lkw-Lenker weiterfahren und einen Stellplatz auf einem anderen Parkplatz suchen. Für diese vergebliche Suche fällt also eine Verlustzeit an. Für die Ermittlung des Nutzens des Stellplatzinformationssystems (= reduzierte Kosten auf Grund der Verlustzeiten) werden die im Jahr 2015 ermittelten Überlastungen auf allen relevanten Parkplätzen herangezogen. Es wird dabei die Anzahl jener Lkw, die über die maximal vorhandene Stellplatzanzahl am jeweiligen Parkplatz hinaus abgestellt sind und damit als Überlastung gelten, mit einem Zeitverlust von 5 Minuten je Lkw berücksichtigt.

Bildmaterial

 

Projektdetails

Auftraggeber: ASFiNAG
Partner:  
Projektleitung: DI Gunter Stocker
Projektbearbeitung: DI Markus Pichler, MAS, DI Herbert Schachenhofer
Projektlaufzeit: Dezember 2015 - Februar 2016